Schulhaus

Im Jahre 1821 wurde das alte Schulhaus in Dernbach, das wohl mit dem Pfarrhaus identisch war, als „alte, verfallene Hütte“ beschrieben. Fünf Jahre später  entstand für die 50 katholischen und 20 protestantischen Schüler des Dorfes ein neues Schulhaus südlich der Kirche, das bis 1913 bestand (obere Schule).


1843 erfolgte auf Betreiben der Protestanten – im Dorf gab es zu diesem Zeitpunkt 117 kath. und 23 prot. Schüler – die Einrichtung einer protestantischen Lehrerstelle.

1862 kaufte die Gemeinde das Schleburgsche Haus in der Dorfmitte und richtete in ihm die Vorbereitungsschule und die protestantische Lehrerwohnung ein (untere Schule). Die Vorbereitungsschule besuchten die Katholiken während der Grundstufe und wurden in den Oberklassen im katholischen oberen Schulhaus von 1826 unterrichtet. Die Protestanten erhielten ihren gesamten Schulunterricht in der unteren Schule.
1911 entschloss sich der Gemeinderat, eine neue Schule auf dem Kirchberg zu errichten, da die Raumsituation in der oberen und unteren Schule untragbar geworden war.

Das von dem Architekten Barth aus Landau im Jugendstil geplante Gebäude konnte am 1. Mai 1914 bezogen werden.
1919 wurden 71 katholische und 17 protestantische Schüler in der gemischt-konfessionellen Schule unterrichtet.
Im Jahre 1938 erfolgte die Einführung der christlichen Gemeinschaftsschule und des 8. Schuljahrs.

1951 wurde die  Schule in eine gemischt-konfessionelle Volkschule (Klassen 1-4) und in eine katholische Bekenntnisschule mit evangelischen Gastschülern (Klassen 5-8) umgewandelt.
1966 erfolgte die Einführung des 9. Schuljahrs und  1970 die Gründung eines Schulbezirks aus den Gemeinden Dernbach, Ramberg und Eußerthal. In Dernbach waren die 3. bzw. 4. Klassen der Gemeinden untergebracht.  Mit Schuljahresende 1977/78 wurde die Schule aufgehoben: Die Grundschüler gehen nach Eußerthal/Ramberg, die Hauptschüler nach Annweiler.

Zwischen 1984 und 1988 wurde das Gebäude durch umfangreiche Umbaumaßnahmen zum Dorfgemeinschaftshaus umgestaltet.